Gabi über Ihren geliebten Duke...

Leider kommen wir erst dieses Jahr und zum Umbau der Homepage dazu, den Text von Gabi zu veröffentlichen. Letztes Jahr musste Gabe ihren Duke (Earl with Magic Eyes) über die Regenbogenbrücke gehen lassen und lies uns ein paar Wochen später einen sehr emotionalen Brief über ihn zukommen der auch hier veröffentlicht werden darf:

"Gerade 13 Jahre alt war ich, als ich meinem besten Freund, meinem treuesten Begleiter, meiner großen Liebe begegnete.

Das kleine Bündel wurde mir vorsichtig auf den Schoß gelegt und schon in diesem Moment war es um mich geschehen - mir war klar, dass sich unsere Wege nicht mehr trennen durften. Bei Duke war es nicht ganz Liebe auf den ersten Blick, ein beherztes Knurren war seine erste Reaktion. Da er uns allen jedoch nur ein Lachen entlockte, folgte ein leises Winseln, wollte er doch unbedingt zurück zu seinen Geschwistern und seinem Rudel. Alina, seine Mama, war sofort zur Stelle und leckte Duke ein paar mal über den winzigen Kopf, um ihn zu beruhigen. Schon da zeigte sich Dukes großer Verbund zu seinem Rudel. Am liebsten hatte er die Essenszeiten und die Spieleinheiten mit seiner„Tante“ Kizz, diese zog er sogar den Streicheleinheiten vor, die seine Geschwister bei den Besuchern genossen.

Diese starke Bindung machte es ihm anfangs schwer, sich zurecht zu finden, als wir ihn von seinem geliebten Rudel mit 9 Wochen wegholten, um ihm bei uns ein neues Zuhause zu geben. Glücklicherweise war Laika, unsere erste Border Collie Hündin bereits bei uns, zu ihr fand er als erstes Zugang, sodass er sich nicht ganz so einsam fühlen musste.Wie immer, bei einer nicht erwiderten Liebe, war auch für mich der Anfang mit Duke nicht einfach, manchmal brachten mich seine Eigensinnigkeit und seine Unabhängigkeitsdemonstrationen fast zum verzweifeln. Meine Schwester hatte die Weitsicht, mich zu ermutigen, ihm beharrlich und zwanglosimmer weiter meine Liebe anzubieten. Und tatsächlich, eines Tages war es so weit – mir schien es, als hätte er die Zeit gebraucht, um daran zu glauben und zu akzeptieren, dass er nun in einem neuen Rudel seinen Platz hatte und um den Verlust seines bisherigen liebevollen Zuhauses zu verschmerzen– er ließ mich in sein Herz.

Ab diesem Moment verwoben sich unsere Seelen und Herzen immer stärker. Unsere Schritte glichen sich einander an, wir fühlten wenn es dem anderen nicht gut ging und wir waren für den anderen stark, wenn er zu schwach war.

Duke hatte das wundervolle Wesen seiner Mutter geerbt, er war ein ruhiger, geduldiger, stets unaufdringlicher Border, der aufgeschlossen und freundlich war und dessen Menschenkenntnis weitaus zuverlässiger war, als die meine. Sanft und lautlos bat er um die Aufmerksamkeit und Beschäftigung die er brauchte und nahm es genügsam und nachsichtig hin, konnte man ihm nicht alles bieten was er verdient gehabt hätte. Er hatte die Angewohnheit sich stets hinten anzustellen – nicht unbedingt typischBorder Collie, aber er war eben etwas ganz Besonderes. Ihn aus dem Schatten zu holen und ihm Raum zu geben, ohne dass er es forderte, war, was ihn aufblühen ließ, denn trotz seiner nie verlorenen Stärke war sein Innerstes zart und verletzlich. Ich habe kein Lebewesen mit einem reineren Herzen und einem liebevolleren Wesen als dem seinen kennengelernt. Sein unbändiger Lebenswille trug uns beide fast 16 Jahre lang durch die tiefsten Tälerund er schenkte mir die größte Freude und die glücklichsten Momente.

Ich kann nicht beschreiben, welche Lücke es in mein Leben gerissen hat, als ich meinen geliebten Weggefährten, meinen Engel kurz vor seinem 16. Geburtstag dem Himmel zurückgeben musste. Ich weiß nicht, wie dieser Verlust jemals überwunden werden kann. Kein Schritt, kein Lachen, kein Atemzug ist mehr der Gleiche. Ebenso unbeschreiblich ist jedoch, wie viel Dankbarkeit ich empfinde, dass es diesen wundervollen Hund gegeben hat und dass es mir vergönnt war, ihn auf seinem Lebensweg zu begleiten.Ich hoffe ich konnte ihm eine ebenbürtige Gefährtin sein, ihm gerade in den letzten Jahren, als allesbeschwerlicher wurde, ein bisschen von dem zurückgeben was er mir geschenkt hat. Für Duke wäre mir kein Weg zu steinig, kein Gipfel zu hoch und kein Meer zu weit gewesen. Bedingungslose Liebe ohne Grenzen hat er mich gelehrt und mich dadurch zum reichsten Menschen gemacht, denn es gibt nichts was heilsamer und größer ist als diese Erfahrung!

Renate, nur weil Du jedem Deiner Hunde von Beginn an so viel Liebe und ein Stück Deines Herzens schenkst, konnte diese Liebesgeschichte geschrieben werden. Du machst dadurch ganz besondere Lebewesen aus diesen kleinen Welpen und dies obwohl es für Dich bedeutet, dass Du bei jedem einzelnen, der dein Rudel verlässt und dieses Stück von dir mitnimmt, ein wenig leiden musst.

Danke, Renate, für Deine Liebe und Deine Bereitschaft, so viel (von dir) zu geben! DANKE für das Beste meines Lebens....denn das war er!